Das Tal des Reyran
Die Reste des Staudammes erreicht man von Frejus aus über die D37. Am Kreisverkehr bei der AUtobahnauffahrt ist Malpasset bereits ausgeschildert. Schon in einiger Entfernung vom Staudamm kann man neben der Strasse Ruinen von Häusern entdecken, die nach 1959 nicht wieder aufgebaut wurden.
Nach ca. 3km erreicht man den ehemaligen Siedlungsplatz, links sind die Reste der alten Reyran-Brücke zu erkennen. Nach einer Furt durch das Flussbett führt der Weg jetzt als Schotterpiste weiter. Hinter der Autobahnbrücke befindet sich heute ein grosser Parkplatz und auch ein Kiosk ist vorhanden.
Von hier sind es noch etwa 1,5km bis zu den Ruinen des Staudammes. Auf dem Füssweg zu den Ruinen kann man überall die grossen und kleinen Bruchstücke der Staumauer erkennen. In und an den Trümmern finden sich noch verschiedene Armaturen, Buchsen und Schrauben.
Die Reste der Mauer
Nach einem kurzen Fussweg werden dann die Reste der Staumauer sichtbar. Auf der linken Seite erheben sich die Reste in abgestufter Form. Schon jetzt sind die Ausmasse der Zerstörung zu erahnen. Geht man weiter, so wird auch der mittelteil mit dem Grundablass sichtbar. Rechts oben über dem Tal sind noch die Reste des Widerlagers zu sehen, das dazwischenliegende Teil der Mauer fehlt komplett, von hier ging damals die Katastrophe aus, hier ist auch ein Tel des Feldens unter der Mauergründung weggerissen worden.
Der Grundablass
Der Grundablass ist fast vollständig erhalten geblieben, lediglich das davor befindliche Betonbecken ist nicht mehr zu erkennen. Die Drosselklappe befindet sich noch in der geöffneten Stellung von 1959. Klettert man über die Reste der Mauer auf die Innenseite, so ist hier auch noch die Konstruktion des Schmutzfängers zu sehen.
Das linke Widerlager
Am Hang sind die gewaltigen Reste des Widerlagers zu sehen. Ein großer Betonblock liegt etwas unterhalb und gibt den Blick auf die Oberfläche frei. Hier ist die Pflasterung mit Steinplatten zu erkennen.
Etwas unterhalb des Widerlagers ist der Rest der Wasserentnahme und der daran anschliessende Kanal zu sehen.
Reste der Siedlung
Die Reste der Siedlung und des ehemaligen Bergwerkes befinden sich noch vor der Autobahnbrücke. Nur schwer sind die zunächst im Gestrüpp auszumachen, ist man erst angekommen, sind überall Mauerreste und Fussbodenbeläge zu erkennen. In der Nähe der Mine sind noch in den Hang gebaute Garagen vorhanden In einer dieser Garagen wurde durch die Flutwelle ein Auto an die Hinterwand gedrückt - das Wrack ist heute noch vorhanden.
Unterhalb der Siedlungsreste befindet sich die alte Reyran-Brücke. Hier ist auch einer der damals gerade fertiggestellten Pfeiler für die Autobahnbrücke zum Liegen gekommen.
Ebenfalls in der Nähe der Siedlng befindet sich ein Betonblock von geschätzten 600 Tonnen Gewicht im Flussbett, etwa 1600m entfernt vom Staudamm, ein Zeichen für die unermessliche Kraft, die durch den Dammbruch freigesetzt wurde.